Einsatz 19-2026 - Brand Keller (wurde zum Vollbrand Dachgeschoss)

Die Feuerwehr Wildenberg wurde um 15:39 Uhr mit weiteren umliegenden Feuerwehren zu einem Kellerbrand in den Ortsteil Schweinbach alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war aus weiter Entfernung eine massive Rauchentwicklung erkennbar. Bei Eintreffen stellte sich die Lage jedoch anders dar.

Aus dem ursprünglich gemeldeten Kellerbrand wurde ein Vollbrand des Dachgeschosses. Rauch drückte über die komplette Gebäudelänge zwischen den Dachziegeln heraus, was auf einen fortgeschrittenen Brand im Inneren hindeutete.

Kurz nach dem Eintreffen traten an der ersten Stelle im Dach Flammen aus. Durch Riegelstellung mittels C-Strahlrohr wurde ein nebenliegendes Wirtschaftsgebäude durch die Feuerwehren Schweinbach und Niederumelsdorf gesichert.

Der Angriffstrupp der Feuerwehr Wildenberg erkundete das Gebäudeinnere, während die Feuerwehr Walkertshofen mit weiteren Atemschutzgeräteträgern den Sicherungstrupp sowie die Atemschutzüberwachung übernahm.

Aufgrund des fortgeschrittenen Brandes stellte die Löschwasserversorgung zwischenzeitlich eine Herausforderung dar und so wurde der Abrollbehälter Wasser der Feuerwehr Neustadt als Puffer vorgehalten. Dieser wurde durch eine längere B-Leitung der Feuerwehr Ludmannsdorf von einem Löschweiher und zusätzlich durch Löschgruppenfahrzeuge gefüllt.

Für weiteres Löschwasser wurden die Fahrzeuge der Feuerwehr Siegenburg nachalarmiert um ggf. auch einen Pendelverkehr einrichten zu können.

Im weiteren Verlauf erfolgte die Bildung von Einsatzabschnitten für die Brandbekämpfung Nordseite, Brandbekämpfung Südseite sowie Wasserversorgung. So konnte unter Einsatz der Drehleiter die Dachhaut nach und nach geöffnet und der Brand abgelöscht werden. Gegen 16:45 Uhr war der Brand soweit unter Kontrolle.

Da durch den Löschwassereinsatz die Statik des Gebäudes (Fehlböden als Geschossdecken) nicht mehr als sicher eingestuft wurde, war ein weitergehender Innenangriff ohne Gefährdung der Einsatzkräfte nicht mehr möglich. Das Gebäude wurde von einem örtlichen Elektriker stromlos geschaltet.

An einigen schwer zugänglichen Stellen im Dachgeschoss waren Bretterstapel gelagert, die weder abgelöscht, noch mit Feuerwehrmitteln entfernt werden konnten. Die Einsatzleitung entschied sich daher dazu ein privates Unternehmen mit Spezialgerät nachzufordern, welches den Dachstuhl an den Stellen abtragen und die Brandlast beseitigen konnte. Die einsturzgefährdeten Giebelwände und die noch glimmenden Dachbalken einer am Haus angebauten ehemaligen Hopfentrocknung wurden hierbei ebenfalls entfernt.

Die eingesetzten Kräfte wurden nach und nach zurückgefahren, der Gefahrenbereich abgesperrt und es konnte gg. 22:30 Uhr die Einsatzstelle der örtlich zuständigen Feuerwehr übergeben werden, welche truppweise eine Nachtwache stellte.

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei

Eine Einsatzkraft der Feuerwehr Schweinbach wurde zwischenzeitlich im Krankenhaus untersucht, da sie bei drehendem Wind Rauchgase eingeatmet hatte, konnte aber zu Ende des Einsatzes bereits wieder an der Einsatzstelle angetroffen werden.

Datum: 18.09.2026
Einsatzzeit:

15:39 Uhr

Einsatzort: Schweinbach
Einsatzart: Brand (B3)
Kurzbericht: Vollbrand Dachgeschoss
eingesetzte Kräfte: 15 Personen
weitere Einsatzkräfte:

FF Schweinbach
FF Niederumelsdorf
FF Walkertshofen
FF Ludmannsdorf
FF Neustadt a.d. Donau
FF Siegenburg